Was die Biene im Winter macht

Imker Harald Wulferding erklärt

09.02.18

Harald Wulferding war lange Jahre Vorsitzender des Imkervereins Wildeshausen und Hautflüglerberater des Landkreises Oldenburg. Sein Wissen gibt er gerne weiter, um Verständnis für die schwierige Situation der Bienen zu wecken. © Pflaum

Wildeshausen – Von Bettina Pflaum. Die meisten Vereine kämpfen um das Überleben, doch der Imkerverein Wildeshausen kann sich nicht beklagen: Er verzeichnet derzeit einen großen Zulauf an neuen Mitgliedern in allen Altersgruppen. Darüber freut sich der Ehrenvorsitzende Harald Wulferding sehr, denn: „Ohne die Biene hat auch der Mensch wahrscheinlich keine Zukunft“, prognostiziert er.

Von Anfang der 1990er-Jahre bis 2013 stand er dem Verein selbst aktiv vor, seit mehr als 30 Jahren ist er nun Imker. In der Rubrik „Kopf der Woche“ berichtet er über das wundersame Staatenleben der wichtigen Insekten, erzählt, mit welchem Trick sie die Wintertemperaturen überleben und möchte angesichts des Artensterbens mit Fakten aufrütteln.

Wulferding kam im Januar 1941 in Wildeshausen zur Welt, wie schon sein Vater und sein Großvater. An der Landskrone, nahe der Hunte, wuchs er auf. „Nach vorne ging es in die Stadt, und hinten begannen die Marschwiesen. Wir hatten einen Hof mit einigen Tieren“, blickt er zurück.

Nach seiner Schulzeit begann er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und arbeitete im Anschluss bis zu seinem Ruhestand vor rund zehn Jahren als Maschinenschlosser im Bereich Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Wildeshausen beim Pestruper Gräberfeld.

Bei der Hochzeit seines Cousins im Jahr 1966 lernte er seine zukünftige Gattin kennen, eine Frau aus Bühren. Sie war die Trauzeugin der Braut – und er der Trauzeuge des Bräutigams. Zwischen den beiden sprang der Funke im Laufe der Feier über. 1968 kam eine Tochter zur Welt, 1971 ein Sohn.

An der Natur interessiert seit Kindertagen

Schon als Kind interessierte er sich für die Natur und die Lebewesen, Biologie war sein Lieblingsfach in der Schule. „Ich züchtete damals Brieftauben“, berichtet er. Auch als erwachsener Mann war ihm die Natur immer nahe. Er dachte darüber nach, Bienen zu halten. „Meine Frau Brigitte war aber zunächst dagegen“, blickt er zurück. Mitte der 1980er-Jahre, die Kinder waren schon groß und das Leben verlief in ruhigeren Bahnen, versuchte er einen neuen Vorstoß und bekam das „Ok“.

Er nahm Kontakt zu dem Imkerverein Wildeshausen auf, mit zwei Bienenvölkern auf dem Grundstück der Familie am Katenbäker Berg fing er 1988 dann an. „Damals war das eine Beschäftigung von Rentnern – im Gegensatz zu heute. Jetzt haben wir viele jüngere Imker im Verein, auch Frauen“, zeichnet er den Wandel der Zeit nach.

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