Von Klotz und Korb zum Kasten

Geschrieben von: Ute Winsemann 15.08.2015

Harald Wulferding zeigt einen Rahmen, wie er heute in der Bienenhaltung gang und gäbe ist. Ihre Einführung war im 19. Jahrhundert ein Modernisierungsschub. Unter anderem, um ihn zu befördern, gründete sich vor 125 Jahren der Imkerverein Wildeshausen. (INGO MOELLERS)

Wildeshausen. Modernisierung. Das war das wichtigste Anliegen von Jan Huntemann, als er die Initiative zur Gründung eines Imkervereins ergriff.

Modernisierung. Das war das wichtigste Anliegen von Jan Huntemann, als er die Initiative zur Gründung eines Imkervereins ergriff. Der Leiter der Landwirtschaftsschule in Wildeshausen wollte ein Forum zu Information und Austausch über die neuesten Erkenntnisse und Methoden in der Bienenhaltung schaffen. Das war vor 125 Jahren. Und auch, wenn sich die Themen seitdem teilweise verändert haben, ist Wissensvermittlung noch immer eine zentrale Funktion des Imkervereins Wildeshausen. Daneben erfüllt der Zusammenschluss aber auch ganz praktische Zwecke, wenn Mitglieder sich etwa spezielle Geräte ausleihen können oder Material gemeinsam bestellen.

Die Imkerei selbst sei natürlich noch deutlich älter als der Verein, betont Harald Wulferding, der fast eineinhalb Jahrzehnte an dessen Spitze stand und anlässlich des Jubiläums jetzt zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Angefangen habe es damit, dass sogenannte Zeidler in den Wäldern wilde Bienenvölker aufspürten und ausbeuteten. Später sei man dann auch in der hiesigen Region dazu übergegangen, die Bienen nicht mehr nur in der freien Natur zu suchen, sondern sie selbst zu halten. Für viele Bauern und Ackerbürger sei es selbstverständlich gewesen, Bienen zu haben. Dafür wurden entweder hölzerne Klotzbeuten – nach dem Vorbild ausgehöhlter Baumstämme – oder Strohkörbe benutzt.

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